
Forschung
Musik | Ästhetik | Langzeitgedächtnis
Musik, Ästhetik und Langzeitgedächtnis
Meine derzeitige Studie untersucht, wie Kontexte das ästhetische Erleben von Opern beeinflussen. Die Methodik kombiniert Fragebögen, die Erfassung physiologischer Signale sowie Music Information Retrieval (MIR).
Venue: Oper Bonn
Universität: Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg


Musikinduziertes autobiografisches Gedächtnis | MEAM
Junge Erwachsene stellen eine primäre Hochrisikogruppe für Depressionen dar. Aufgrund von Faktoren wie begrenzten Ressourcen im Gesundheitswesen und der mit der Erkrankung verbundenen Stigmatisierung erhalten die meisten Betroffenen jedoch keine wirksame Behandlung.
In der Musiktherapie fungiert Musik als Schlüsselfaktor zur Aktivierung autobiografischer Erinnerungen. Eine unangemessene Musikauswahl birgt jedoch die Gefahr, negative Erinnerungen auszulösen, was den Zustand des Patienten potenziell verschlechtern kann. Die Auswahl von Musikmaterialien, die auf den Aktivierungsmerkmalen autobiografischer Erinnerungen mit positiver emotionaler Valenz basiert, ist daher entscheidend für die Verbesserung der Behandlungsergebnisse.
Ziel dieses Projekts ist es daher, eine spezifisch auf junge Erwachsene ausgerichtete Musikstimulus-Datenbank aufzubauen. Mithilfe von Algorithmen des maschinellen Lernens sollen die Merkmale der Gedächtnisaktivierung sowie kognitive Charakteristika analysiert werden, die bei jungen Erwachsenen mit Depressionen mit positiver emotionaler Valenz assoziiert sind. Dies dient der Entwicklung standardisierter Materialien und Protokolle für die digitale Musiktherapie und legt den Grundstein für die weitere Erforschung der zugrundeliegenden neuronalen Mechanismen.





